Plastikkarten

- was hinter Chipkarten steckt

Wenn von Plastikkarten die Rede ist, meint man meist Chipkarten, die über alle möglichen Funktionen verfügen können. Dazu gehören zum Beispiel Bankkarten (ec-Karten), Kreditkarten, alle möglichen Kundenkarten, Mitgliedskarten für das Sportstudio, der Bibliotheksausweis oder auch Dauerkarten für Bus und Bahn. Allen diesen Karten ist eines gemein: sie verfügen über das gleichekompakte Format, das auch den Namen Scheckkartenformat trägt. Dies ist abgeleitet von der ersten Karte dieser Art, der so genannten eurocheque-Karte. Sie wurde umgangssprachlich auch als EC-Karte bezeichnet und diente in der Anfangszeit des bargeldlosen Bezahlens als Garantiekarte für das Einlösen eines Eurocheques.

Normen

Normiert ist das Format in der ISO-Norm 7816 und ist seither weltweiter Standard. Für die Interessierten: eine Plastikkarte des Standardformats (ID-1) hat die Maße 85,73 mm mal 53,98 Millimeter. Die Hersteller von Geldbörsen haben sich diesem Format angepasst und statten ihre Portemonnaies mit reichlich passenden Einschubfächern aus. Guckt man genauer unter die bunte Plastikoberfläche einer Chipkarte, fallen noch weitere Unterschiede auf. Zwar verfügen die meisten der heutigen Karten über Prozessor-Chips, doch die Unterschiede liegen im Detail. Am Auffälligsten ist dabei noch die Verbindung zur Außenwelt. Bei den allermeisten Karten sorgen dafür heute die bekannten Goldkontakte auf der Kartenoberfläche. Fälschlicherweise wird häufig angenommen, dies sei der eigentliche Chip. Doch dieser ist nicht-sichtbar in der Karte verborgen und meistens deutlich kleiner als das sichtbare Kontaktfeld. Eine alternative Möglichkeit besteht darin, Plastikkarten kontaktlos mit der Außenwelt kommunizieren zu lassen. Diese geschieht über die RFID-Technologie und mittels verschiedener Standards, die Namen wie Legic oder Mifare tragen. Prozessorchip-Karten bringen dazu eine weitere wichtige Fähigkeit mit: sie bieten die Möglichkeit gespeicherte und gesendete Daten zu verschlüsseln, was deutlich zur Anwendungssicherheit beiträgt. Dekoderkarten fürs Pay-TV und sicheres bargeldloses Bezahlen wird so erst möglich.

Bilder

Diese Plastikkarte ist ein echter RFID-Sniffer. Diese Plastikkarte ist ein echter RFID-Sniffer.